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Das kleine Astro-Fachchinesisch Lexikon

Sowohl in den vielfältigen Internetforen als auch auf den meisten Seiten zum Thema (inklusiver meiner eigenen) werden häufig viele Begriffe als selbstverständlich vorrausgesetzt und als Einsteiger der bisher noch nicht viel mit Optik, Teleskopen und dergleichen zu tun hatte legt sich schnell die Karten und versteht nur noch Bahnhof...

Dieses kleine Nachschlagewerk soll im Laufe der Zeit immer weiter kompletiert werden und die wichtigsten Begriffe erklären, Ihr könnt mir auch gerne eine e-mail schreiben wenn ihr Vorschläge habt

Aktuell: 89 Stichworte

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

A

 

Achromat

Als achromatische Refraktoren bezeichnet man Linsenteleskope, die aufgrund der Verwendung von zwei verschiedenen Glassorten mit unterschiedlichen Brechungseigenschaften den Farbfehler dämpfen der auftritt weil das Licht in verschiedenen Farben (Wellenlängen) an einem unterschiedlichen Brennpunkt auftrifft. Die bekannteste und verbreitetste Art von Achromaten ist der sogenannte Fraunhofer Achromat (kurz: FH) oder auch Luftspaltachromat. Je kleiner bzw. langsamer das Öffnungsverhältnis dieser Teleskope ist desto minimaler fällt der Farbfehler aus.

Siehe dazu auch den Artikel 'Optische Theorie'

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Alt (Altitude)

Dies ist die Höhe eines Objekts, der Zenit ist demnach genau in 90° Höhe.

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AP (Austrittspupille)

Die Austrittspupille, kurz AP, ist die Größe des Lichstrahls in mm die das Okular verlässt und auf das Auge trifft, warum sie so wichtig ist erfahrt ihr in meinem Artikel 'Optische Theorie'

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Aperture

siehe Öffnung...

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Apochromat (ugs. APO)

Im Gegensatz zu achromatischen Linsenteleskopen ist der Farbfehler eines Apochromaten nochmals sehr stark reduziert. Dies wird durch den Einsatz von speziellen Glassorten die den gemeinsamen Brennpunkt verschiedener Wellenlängen (Farben) nochmals näher zusammenrücken. Dadurch wird das Bild sehr scharf und ästhetisch, der Kontrast und die Detailerkennbarkeit nähert sich mit solchen Objektiven der theoretischen Maximalgrenze der jeweiligen Öffnung. Apochromaten sind in der Regel sehr hochwertig gefertigt, von hoher Qualität und daher auch ausgesprochen teuer. Kleine Apos mit bis zu 80mm Öffnung gibt es inzwischen bereits unter 1000€ bei steigender Größe nimmt aber auch der Preis sprunghaft zu, ein 8" Gerät kostet bereits um die 25.000 Euro - wohlgemerkt nur der Tubus ohne Montierung und Zubehör. Bekannte Hersteller von APOs sind bspw. TMB, Takahashi, Astrophysics (AP) und Andere. Das gut gefüllte Bankkonto als Vorraussetzung erkauft man sich mit einem Apo das maximal Erreichbare in Sachen Qualität und Abbildung in der jeweiligen Öffnungsklasse.

Siehe ED (Halb-) Apochromat

Siehe dazu auch den Artikel 'Optische Theorie'

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Astrofotografie

Hallo, ich bin neu, kenne mich noch nicht am Himmel aus und suche ein Teleskop mit dem ich Astrofotografie machen kann, sollte nicht mehr als 200€ (manchmal auch 600€) kosten..

So oder ähnlich liest man es nahezu jeden Tag in den Astronomie Foren.

Die Fotografie von astronomischen Objekten lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen. die Objekte unseres Sonnensystems, also Sonne, Mond und Planeten und Objekte außerhalb, also Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

An den zumeist sehr hellen und kleinen Objekten unseres Planetensystems braucht man weder eine große Auflösung der Kamera noch lange Belichtungszeiten. Deshalb hat sich in diesem Bereich der Einsatz von Webcams (insbsondere der besonders geeigneten Phillips Toucam) durchgesetzt. Mehr Auflösung als diese bieten benötigt man nicht und der Clou der Webcam liegt darin dass man innerhalb kürzester Zeit eine Unmenge an Einzelbilder in einem Video aufnehmen kann. Werden diese dann mit einem entsprechendem Programm (wie dem Freewareprogramm 'Giotto') automatisch addiert erhält man sehr ansprechende Planetenbilder. Der große Vorteil im Vergleich zu Langzeitaufnahmen von Deepsky-Objekten liegt an den geringen Kosten für das Equipment und den geringen Ansprüchen an Montierung und deren Ausrichtung und Nachführung. Nachteilig ist, dass man dafür grundsätzlich einen Notebook dabei haben muss an den die Webcam angeschlossen wird.

Bei Langzeitaufnahmen von schwachen Nebeln und Sternhaufen benötigt man schon ein erhebliches Equipment. Die einfachste Art solcher Aufnahmen ist die sogenannte Piggyback Methode, dazu wird auf ein parallaktisch montiertes Teleskop eine Spiegelreflexkamera aufgesattelt und nachgeführt können so bereits schöne Übersichtsaufnahmen mit geringer Brennweite alo ohne große (oder gar keine) Vergößerung entstehen. Warum benötigt man eine Spiegelrefkexkamera und warum muss dass Teleskop nachgeführt werden? Eine SLR Kamera ermöglicht beliebig lange Belichtungszeiten die man benötigt um genug Licht auf dem Film bzw. Chip zu sammeln. Allerdings werden Sterne schon bei Aufnahmen unter 30 Sekunden zu Strichen weil die Erde sich in dieser Zeit ja bereits vor dem Sternenhintergrund weiter gedreht hat. Durch die Nachführung mit einer parallaktischen Montierun die vorher möglichst genau auf den Himmelsnordpol ausgerichtet werdeb muss wird die Erddrehung ausgeglichen. Die funktioniert "so einfach" nur bei geringen Brennweiten. Will man durch ein Teleskop fotografieren hat man eine enorme Brennweite und jeder kleine Fehler in Sachen genauer Ausrichtung und Nachführung macht das Bild zunichte. Deshalb ist "richtige" Astrofotografie auch richtig teuer, eine kleine Grundausrüstung mit Kamera und vor allem sehr genauer und tragfähiger Montierung und Nachführsteuerung kostet gerne mal über 2000€ - will man mehr zahlt man mehr, aber auch eine Fotoausrüstung für Zehntausend Euro garantiert noch keine tollen Ergebnisse, viel Geduld und noch mehr Erfahrung gehören dazu um Astrofotos in der Qualität zu produzieren wie wir sie tagtäglich in den diversen Foren bestaunen dürfen, so stecken in den tollen Bildern auch gerne mal mehrer Stunden Belichtungszeit und noch mehr Stunden an Nachbearbeitung am heimischen PC.

Eine sehr einfache Möglichkeit ist in meinem Fotobereich zu sehen, bei kurzen Belichtungszeiten von nur 16s können Übersichtsaufnahmen auch mit einem einfachen Fotostativ und einer einfacheren Kamera gemacht werden. Die Fotos sind meist mehrere aufaddierte Einzelbilder um das Rauschen der Kamera zu drücken.

Dieser Artikel zum Thema Astrofotografie ist sehr lesenswert.

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Astronomie

Die älteste Wissenschaft der Welt und für uns mit die interessanteste :-)

Eine Wissenschaft die schier unendlich viele Bereiche umfasst, angefangen von der Erforschung unserer nächsten Nähe (z.B. der Erdmond) über die Erforschung und Erkundung der Planeten und Kleinkörper unseres Sonnensystems, die Enstehung und Lebenswege der Sterne unserer Milchstrasse bis hin zu den allergrößten Strukturen von Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxiehaufen und der Erforschung der Ursprünge unseres Universums als Ganzem.

Selbst im Amateurbereich gibt es ernsthafte wissenschaftliche Projekte wie die genaue Observierung von veränderlichen Sternen, Entdeckung von Kometen und Asteroiden sowie Novae und Supernovae.

Vor allem aber die Freude und die Begeisterung an der Weite unseres Universums und dem Bewusstwerden unserer mikroskopisch kleinen aber doch angenehmen Ecke in diesem Universum.

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Astrologie

Die Deutung des Schicksals der Menschen anhand der Gestirne. Bis heute entbehrt sie jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und ist eher auf jahrtausende lange gesellschaftliche Gegebenheiten ein noch heute weit verbreiteter Aberglaube. Es wäre interessant zu erfahren wie statistisch gesehen eine halbe Milliarden Menschen auf der Erde das selbe Schicksal nur durch das zufällige Datum ihrer Geburt haben sollen... Auch der Einfluss des Mondes auf so vieles im Alltag fährt auf dieser esotherischen Schien, wobei die Gravitation der Hebamme nehmen dem Geburtsbett nachweislich ein vielfaches ein Einfluss auf den Menschen hat wie der Mond :-) Auch kam die Astrologie Jahrtausende mit nur 5 Planeten auf, die dann innerhalb von 200 Jahren auf 8 anstieg und nun seit 2006 mit Pluto wieder einen Planeten verloren hat... aber wenn es ums Geldverdienen geht sind Astrologen sehr flexibel.

Also einen Astronomen niemals nach dem Horoskop fragen oder gar als Astrologen bezeichnen. Unlängst habe ich ein passendes Zitat zum Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie gelesen:

Der eine zahlt Geld um Sterne zu sehen, der andere schaut in die Sterne um Geld zu machen...

Treffend auch das Zitat des berühmten Philosophen Arthur Schopenhauer:

'Einen großartigen Beweis von der erbärmlichen Subjektivität der Menschen liefert die Astrologie, welche den Gang der großen Weltkörper auf das armselige Ich bezieht.'

Siehe auch Sternzeichen

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ATM

Bedeutet Amateur Telescope Making oder schlicht der Teleskopselbstbau. Es gibt eine große Szene die ihre Teleskope selber baut oder optimiert. Selbst Spiegel werden oftmals von Amateuren selbst geschliffen die dann eine weitaus höhere Qualität als das durchschnittliche Gerät von der Stange haben können. Alle großen Astronomieforen haben eine eigene Selbstbau Abteilung in der Fragen gestellt und Selbstbauprojekte vorgestellt werden können. Insbesondere größere Dobsonteleskope werden häufig im Selbstbau angefertigt.

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Azimut

Als Azimut bezeichnet man die horizontale Position also in welche Himmelsrichtung ein Objekt steht.

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Azimutale Montierung

Eine azimutale Montierung lässt sich nach links/rechts so wie oben/unten schwenken. Vielfach findet man sie bei günstigen Einsteigerteleskopen, meist etwas wackelig und ungenau. Nachteil an diesen Montierungen ist, dass man Objekte die durch die Erddrehung je nach Vergrößerung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aus dem Blickfeld wandern in zwei Achsen nachgeführt werden muss, während dies bei einer parallaktischen oder deutschen Montierung mit einer Achse funktioniert. Auch Gabelmontierungen die häufig bei Gototeleskopen unterschiedlicher Größe anzutreffen sind, sind azimutal montiert. Eine ebenfalls azimutale Montierungsart ist die Dobsonmontierung (siehe Dobson).

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B

Baader Folie (ugs.) Baader AstroSolar™ Folie

Baader Planetarium ist Hersteller verschiedensten Zubehörs im Astronomiebereich, angefangen von Leuchtpunktsuchern über Okulare bis hin zu riesigen Beobachtungskuppeln. Die meist nur Baader Folie genannte Sonnenfilterfolie ist eine sichere und kostengünstige Möglichkeit die Sonne gefahrlos im Weißlicht zu beobachten. Für kleinere Teleskope reicht ein Din-A4 Bogen den es für um die 20€ gibt. Wird diese Folie sicher vor die Teleskopöffnung gespannt (am besten in einem selbstgebastelten Rahmen) kann man die Sonne und Sonnenflecken beobachten. Ohne Filter riskiert man innerhalb von Sekunden sein Augenlicht! Mehr dazu im Artikel 'Selbstbau Sonnenfilter'.

In letzter Zeit habe ich vermehrt gelesen dass zusätzlich zur visuellen Sonnenfilterfolie einen UV/IR Block Filter eingesetzt werden sollte.

Siehe Sonnenbeobachtung

Siehe 'Selbstbau Sonnenfiler' (mit abeschreckenden Beispielen wie man es nicht macht)

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Barlow Linse

Eine Barlowlinse wird in den OAZ gesteckt und ihn sie das zu verwendente Okular. Durch diese Linse wird die Brennweite und damit auch die Vergrößerung des eingesetzten Okulars vervielfacht, meist 2x oder 3x.

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Beugungsbegrenzte Optik

Eine Optik mit einem Strehlwert von mindestens 0,8

Siehe auch Strehl

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Binokular (ugs. Bino)

Man muss zwischen einem echten Bino und einem sogenannten Binoansatz unterscheiden. Ein gewöhnliches Fernglas ist ein Bino, da zwei Linsen und zwei Strahlengänge zu zwei Okularen führen durch die wir beobachten. Außer Ferngläsern in den unterschiedlichsten Größen gibt es auch binokulare Doppelfernrohre, einige kann man als Fertiggeräte kaufen zu meist im hohen Preissegment, vielfach werden aber Binos im Selbstbau angefertigt, indem zwei einzelne, meist aber nicht immer Linsenteleskope parallel montiert werden. Bei der Benutzung von Binokularen wird immer wieder berichtet welch ein Mehr an Details wahrnehmbar sind, da der Mensch von Natur aus beidäugig beobachtet und durch den einäugigen Blick durchs Okular einiges an Bildinformation verloren geht. Binokulare Ansätze gehen einen anderen Weg, sie werden an ein normales Teleskop am Okularauszug montiert und teilen durch ein Spiegelsystem das Licht in zwei Strahlengänge auf und man kann nun auch beidäugig beobachten, allerdings wird das Bild entsprechend dunkler, da das ankommende Licht halbiert wird, gerade für helle Objekte wie Mond und Planeten sollen Binoansätze aber trotzdem ein enormes Mehr an Details bringen. Einfache Binokulare Ansätze gibt es im Bereich von 100 bis 250€.

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Brennweite

Eine wichtige Kennzahl eines Teleskops. Die Brennweite beschreibt wie weit der Brennpunkt hinter der Linse oder des Spiegels liegt. Bei einem Refraktor ist die Tubuslänge meist etwas länger als der Tubus durch die Taukappe, beim Newton ist der Tubus meist etwas kürzer als die Brennweite wegen des 90° Ablenkens durch den Fangspiegel, bei katadioptrischen Teleskopen wie einem Schmidt-Cassegrain oder eines Maksutov ist der Tubus um einige kürzer als die Brennweite. Die Brennweite bestimmt auch die Vergrößerung des eingesetzten Okulars nach der Formel: Vergrößerung = Teleskopbrennweite/Okularbrennweite. Die Brennweite wird meistens nach der Öffnung angegeben also z.B. 114/900 - die Brennweite des Teleskops beträgt demnach 900mm.

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Bresser

Hersteller von Ferngläsern, Teleskopen und Zubehör, gehört zu Meade Europe

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C

Celestron

Hersteller von Teleskopen und Zubehör, gehört zum Unternehmen Synta

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China

Land des Lächelns, der Frühlingsrolle und Herkunftsland von 95% aller bezahlbaren Teleskope und astronomischen Zubehörteile, es gibt immer wieder lächerliche Grundsatzdiskussionen um in China gefertigte Geräte, natürlich ist in so einem Billiglohnland die Qualitätskontrolle nicht mit europäischen Maßstäben zu vergleichen und die Serienstreuung eindeutig vorhanden aber bei eklatanten Mängeln gilt immer noch das Umtauschrecht beim Händler seines Vertrauens. Nahezu alle Hersteller lassen zumindest einen Großteil der Komponenten in China fertigen, Ausnahmen erkennt man leicht am mehrfachen Preis oder an Markennamen wie TMB, Astrophysics, Zeiss, Takahashi und dergleichen...

ugs. wird auch mal gerne von Chinalotto, Chinakrachern und dergleichen geredet.

In diesem Sinne:

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Coronado

Hersteller von Sonnenteleskopen, gehört zum Unternehmen Meade

Siehe auch Sonnenbeobachtung

Siehe auch PST

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D

Deepsky (ugs. DS)

Unter Deepsky versteht man alles was außerhalb unseres Sonnensystems liegt, also alle Sterne, Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

Siehe auch den Artikel 'Die Objekte der Begierde'

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Deklinationsachse

Siehe Parallaktische Montierung

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Deutsche Montierung

Siehe paralaktische Montierung

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Dobson

John Dobson *14.09.1915 ist eine Ikone der Astroszene, der in China aufgewachsene Sohn einer Musikerin und eines Zoologen studierte in Kalifornien Chemie und wurde 1943 für 24 Jahre Mönch eines Ramakrishna Ordens. Dort baute er seine ersten Teleskope die er aus Schrottteilen herstellte und die Spiegel selber schliff. So entstand das nach ihm benannte Teleskopdesign das sich heute unglaublicher Beliebtheit erfreut. Nachdem er das Kloster verlassen hatte gründete er die 'Sidewalk Astronomers', die mit ihren selbstgebauten Teleskopen die Astronomie der Öffentlichkeit näher bringen. Dobson ist bis heute ein scharfer Kritiker der anerkannten Urknalltheorie. Im Jahre 2006 war John Dobson 91-jährig noch auf großer Deutschlandtour, hielt Vorträge auf Messen und Treffen und signierte hunderte Teleskope und Autogramme.

Das Dobsonteleskop ist ein Spiegelteleskop das auf einer stabilen aber einfachen azimutalen Montierung montiert ist, der sogenannten Rockerbox, einer einfachen Holzkist in die der Tubus eingehängt wird. Dadurch können auch sehr große Teleskope sehr günstig und sehr stabil montiert werden, einen 8"er parallaktisch zu montieren kostet viele Hundert Euro, größere Spiegelteleskope sind noch anspruchsvoller was eine stabile Montierung angeht, so das der maximalen Größe Grenzen gesetzt waren. Seit sich die Dobsonteleskope durchgesetzt haben sind 12" für unter 1000€ erhältlich und Riesenspiegel bis 1m in Deutschland meist im Selbstbau keine Seltenheit mehr.

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E

ED (Halb-) Apochromat

ED steht für Extra Low Dispersion = Besonders niedrige Farbzerstreuung, die ED Refraktoren haben einen deutlich reduzierten Farbfehler gegenüber den Fraunhofer Achromaten, deshalb werden sie auch immer wieder als Halbapochromaten bezeichnet, deren Farbreinheit sie dann aber nicht ganz erreichen. Trotzdem sind ED Refraktoren ein gutes Stück teurer (auch in der Herstellung wegen der eingesetzten speziellen Glassorten) als Achromaten, sogenannte "Volks-EDs" bekommt man bspw. von der Firma Skywatcher für um die 400€.

Siehe Apochromaten

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Ekliptik

Als Ekliptik bezeichnet man die Bahn der Sonne im Verlauf eines Jahres. Da dieser Begriff noch aus der Zeit des geozentrischen Weltbilds stammt beschreibt sie nunmer die Bahn der Erde um die Sonne. Die Sternbilder des Tierkreises liegen allesamt an der Ekliptik. Gegen den Himmelsäquator ist die Ekliptik um 23,5° geneigt. Die meisten Planeten liegen mehr oder weniger genau ebenfalls auf der Ekliptik bzw. bewegen sich auf dieser gedachten Ebene um die Sonne. Lediglich der ehemalige Planet Pluto wies eine starke Exzentrizität auf, wich also von seiner Bahn von der ekliptischen Ebene ab (das tut er nach wie vor, nur ist er seit dem Jahre 2006 kein Planet mehr).

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F

Farbwerfer (ugs.)

Wenig nette Beschreibung von achromatischen Teleskopen die allesamt einen Farbfehler aufweisen. Bei Teleskopen mit langsamen Öffnungsverhältnis sticht dieser nicht mehr allzu stark ins Auge, insbesondere kurze Achromaten haben aber einen starken Farbfehler der sie für die Beobachtung von Planeten nicht gerade prädestiniert. Bei einem 102/500 f/5 Achromaten enstehen so bspw. unschöne Farbsäume um helle Sterne insbesondere aber um Planeten so das Details schlechter, manchmal auch gar nicht erkannt werden können, vor allem bei hohen Vergrößerungen.

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Fraunhofer (ugs. FH)

Bestimmter Typ eines Linsenteleskops mit Luftspalt zwischen zwei Gläsern. 'Echte' Fraunhofer haben eine sehr lange Brennweite um den Farbfehler möglichst stark zu minimieren.

Siehe Achromat

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G

Gurke (ugs.)

Mit Gurken sind Geräte gemeint, die von schlechter Qualität sind, gerade bei den in Massen gefertigten Geräten aus China sind immer mal wieder vereinzelt Teleskope dabei die nicht den Mindestanforderungen genügen, diese lassen sich aber wieder umtauschen, wenn das Problem rechtzeitig erkannt wird...

siehe auch China

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Goto

Als Goto bezeichnet man die Funktion einer Montierung automatisch Objekte zu positionieren. So kann man per Knopfdruck mit Hilfe einer Steuerbox eine Galaxie oder einen Stern anfahren ohne ihn aufsuchen zu müssen. Was gerade für den Einsteiger so verlockend klingt ist es aber gerade für ihn nicht unbedingt. Zum einen muss eine Goto Montierung bevor man sie einsetzen kann zunächst ausgerichtet werden, dazu fährt die Montierung nach der Einnordung meist mehrere Sterne an und der Benutzer muss bestätigen dass es sich um den auf dem Display angezeigten Stern handelt und eventuell etwas korrigieren. Man braucht also auch mit Goto Montierung ein Grundmaß an Orientierung am Himmel. Das zweite Problem ist, das die Gotomontierungs/teleskop Kombinationen die im Einsteigerbereich angeboten werden an zwei Dingen kranken. Zum einen sollte man nicht, auch nicht leicht gegen die Montierung stoßen sonst ist die Ausrichtung dahin und man kann von vorne beginnen und zum Zweiten was noch schwerer wiegt: die billigen Gototeleskope gehen auf Kosten der Optik, fast das gesamte Geld steckt in der Montierung die Optik und damit das visuelle Erlebnis bleibt auf der Strecke. So wir mit vielen Hundert oder gar Tausend Objekten geworben die automatisch gefunden werden können, nur wir man mangels Öffnung meist gar nichts sehen können.

Im Preissegment über 2000€ werden Gotosysteme meist in Verbindung mit großen Gabelmontierten SCT angeboten, aber auch andere schwere Montierungen lassen sich immer mit Goto nachrüsten.

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GSO

Guang Sheng Optics, Teleskop und Zubehörhersteller.

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H

I

J

Justage

Jedes Teleskop muss justiert werden, d.h. das die optische Achse ganz gerade auf alle beteiligten Komponenten ausgerichtet sein muss. Linsenteleskope sind in der Regel von Werk aus justiert und müssen nicht mehr nachjustiert werden, falls doch hat man bei einer Vielzahl von günstigen Teleskopen schon verloren da sie keine justierbare Linsenfassung bieten. Spiegelteleskope müssen häufiger justiert werden, insbesondere nach Transporten um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten. Viele Einsteiger schrecken vor dem Thema Justage ersteinmal zurück aber es ist weder ein Handwerk noch Zauberei, nach ein paar Mal wird es keine Probleme mehr bereiten und auch nicht lange dauern. Zum Justieren des Newtons gibt es inzwischen eine Vielzahl von Justierhilfen, angefangen vom selbstgebauten Justierokular aus einer Filmdose, über Justierlaser, Cheshire und andere. Ein Laser ist eine feine Sache, aber nach einhelliger Meinung meist etwas zu grob in der Genauigkeit und der Fangspiegel kann damit nicht auf der OAZ ausgerichtet werden, dafür braucht man ein Cheshire oder etwas ähnliches. Eine sehr gut verständliche Anleitun zur Justage findet sich bei Ekkehard Grohs unter www.pteng.de

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K

Katadioptrische Teleskope

So werden Spiegelteleskope genannte die neben Spiegeln auch noch Linsen im Strahlengang verwenden. Beispiele dafür sind Schmidt-Cassegrain Teleskope (SCT), Maksutov Teleskope (Maks) oder auch Ritchey-Chretien Teleskop (RCT). Auch einige billige Einsteigerteleskope haben Linsen im Strahlengang um die Brennweite zu verlängern diese sind aber aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert.

siehe auch Schmidt-Cassegrain

siehe auch Maksutov

siehe auch Artikel 'Einsteigerteleskope? Diese NICHT'

siehe auch Artikel 'Optische Theorie'

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L

Leuchtpunktsucher

Siehe Peilsucher

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Linienfilter

Siehe OIII Filter

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Linsenteleskop

Siehe Refraktor

Siehe Achromat

Siehe Apochromat

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M

Maksutov Teleskope (Maks)

Werden kurz auch einfach Maks genannt. Ähnlich den SCT sind auch sie katadioptrische Teleskope die vor der Öffnung eine Korrektorplatte haben, diese ist meniskusförmig und gleicht Abbildungsfehler aus, auf ihr ist der Fangspiegel aufgedampft der das Licht vom Spiegel zurück durch ein Loch im Hauptspiegel wirft. Somit ist bei sehr kurzer Baulänge eine lange Brennweite möglich und das Teleskop sehr kompakt. Ein kleine 4" Mak hat somit die selbe Brennweite wie ein großer 8" Newton, allerdings im Format einer Thermosflasche. Diese Teleskope sind dadurch allerdings lichtschwächer wegen ihres kleinen bzw. langsamen Öffnungsverhältnis.

Siehe auch Katadioptrische Teleskope

Siehe auch Artikel 'optische Theorie'

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Meade

Hersteller von Teleskopen und Zubehör, Bresser und Coronado gehören ebenso zu Meade

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Mond

Als erstes fällt uns dazu natürlich unser Erdmond ein, der in jedem Teleskop einen beeindruckenden Anblick bietet. Auch alle anderen Planeten außer Venus und Merkur besitzen Monde, einige davon kann man im Amateurgerät beobachten, so sind die vier gallileischen Monde von Jupiter schon mit einem Fernglas zu erkennen und auch Saturnmonde könnne im Teleskop beobachtet werden.

Der Mond kann aber auch erheblich bei Beobachtungen stören. Will man schwache Deepsky Objekte beobachten sollte sich der Mond nicht am Himmel befinden da er den Himmel enorm aufhellt.

Siehe auch den Artikel 'Bedingungen'

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Montierung

Auf die Montierung wird das Teleskop gesetzt um es zu bewegen. Die Montierung wird in der Regel auf ein Stativ oder eine Säule gesetzt. Man unterscheidet zwischen azimutalen Montierungen und parallaktischen Montierungen. Viele Montierungen können mit Motoren zur automatischen Nachführung nachgerüstet werden, es gibt sie in allen Preisklassen von 40€ bis weit über 10.000€. Die Montierung wird häufig als ein sehr wichtiges Teil des Teleskoppakets unterschätzt, eine zu schwache Montierunge, die das Teleskop nicht wackelfrei tragen kann, verleidet schnell den Spass an den Beobachtungen. Typische Montierungen im Einsteigerbereich sind EQ-1, EQ-2, EQ-3, Mon-1, Mon-2, Astro-3, Astro-4.

Siehe parallaktische Montierung

Siehe azimutale Montierung

Siehe Dobson

Siehe auch den Artikel 'Die Montierung'

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N

Nadir

Gegenpunkt zum Zenit, also der Punkt exakt zwischen unseren Füßen, die Objektauswahl in diesem Bereich ist doch arg eingeschränkt.

Lohnenswerte Objekte im Nadir: Kuhfladen, heruntergefallenes Zubehör und die eigenen Schuhe...

siehe Zenit

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Nebelfilter

siehe UHC Filter

siehe OIII Filter

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Newton

ugs. für das Spiegelteleskop nach seinem Erfinder Isaac Newton...

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O

OIII Filter

Der OIII Filter lässt nur das Licht des OIII Spektrums passieren, insbesondere planetare Nebel strahlen besonders in diesem Spektralbereich. Man nennt den OIII Filter auch Linienfilter da er nur eine bestimmtes Spektrum passieren lässt. Streulicht wird somit effektiv geblockt und der Kontrast des Objekts erhöht

siehe UHC Filter

siehe Artikel der Deepsky Brothers zum Thema Nebelfilter

siehe Artikel von Sven Wienstein zum Thema Nebelfilter

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OAZ

siehe Okularauszug

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Öffnung

Die Öffnung eines Teleskops ist der Spiegel- bzw. Linsendurchmesser. Er bestimmt nicht nur das Lichtsammelvermögen sondern auch das Aufklösungsvermögen des Teleskops. Je größer die Öffnung desto feinere Details können wahrgenommen werden und umso heller erscheinen schwache Objekte wie Nebel und Galaxien bei gleicher Vergrößerung. Gängige Linsengrößen bei Teleskopen liegen zwischen 50mm und 150mm, bei Spiegeln liegen die am häufigsten anzutreffenden Öffnungen zwischen 76mm und 300mm, insbesondere im Bereich der Spiegelteleskope sind aber auch verstärkt größere Öffnungen anzutreffen bis zu 1m in Deutschland. Professionelle Großteleskope wie das Hale-Teleskop am Mt.Polamar haben einen Spiegeldurchmesser von 5 Metern und mehr.

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Öffnungsverhältnis

Gibt das Verhältnis von Öffnung zur Brennweite an also bspw. 70/700 = f/10. 10 wäre in diesem Fall die Öffnungszahl, also die Umkehrung der Formel. Man spricht bei großen Öffnungszahlen = kleinen Öffnungsverhältnissen auch von "langsamen" Öffnungsverhältnissen und bei kleinen Öffnungszahlen = große Öffnungsverhältnisse wie bspw. f/5 oder f/4 von "schnellen" Optiken. Analog dazu nennt man schnelle Öffnungsverhältnisse lichstark und langsame lichtschwach.

Siehe auch Artikel 'Optische Theorie'

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Okular

Ein Okular ist das Element durch das man beobachtet. Es besteht aus einer sehr unterschiedlichen Anzahl von Linsen die im Prinzip nichts anderes machen als das in die Brennebene projezierte Bild das das Teleskop einfängt zu vergrößern. Es gibt eine Unzahl an verschiedenen Okulardesigns in unterschiedlichen Größen heute meist in 1,25" und 2" Ausführung, dieses Steckmaß bestimmt auch welches wahre Feld am Himmel erreicht werden kann, das maximale Feld das man mit 1,25" erreichen kann wird mit einem 32mm Okular erreicht, längere Brennweiten vergrößern zwar niedriger aber bekommen durch die Feldblende die nicht mehr Feld zulässt einen sogenannten Tunnelblick. Eine wichtige Kenngröße ist die Brennweite des Okulars. Nach der Formel Teleskopbrennweite/Okularbrennweite berechnet sich die erreichte Vergrößerung. Ein Teleskope mit 1200mm Brennweite in dem ein 10mm Okular verwendet wird vergrößert also 120x. Sehr einfache Okulare sind die sogenannten Huygensokulare, sie sind zumeist bei sehr billigen Teleskopangeboten dabei und können von Abbildung meist nicht begeistern. Kellner-Okulare sind bereits eine Stufe "besser" auch sie sind häufig bei Einsteigerteleskopen dabei, es gibt sie aber sogar in 2" Ausführung. Die typischen Einstiegsokulare die auch schon ein schönes Bild an vielen Teleskopen liefern sind die Plössel-Okulare, manchmal auch als Superplössel angepriesen. Eine weitere wichtige Kennzahl ist das scheinbare Gesichtsfeld. Huygens Okulare bieten so nur etwa 30°, Plössl zwischen 40 und 52° Superweitwinkelokulare um die 68° und Ultraweitwinkel sogar über 80° scheinbares Gesichtsfeld. Meist geht ein größeres scheinbares GF mit einer großen Augenlinse einher was den Einblick sehr angenehm macht. Aber nicht für alle Anwendungen sind Weitwinkelokulare geeignet, gerade an hellen Objekten wie Mond und Planeten bieten Okulare mit weniger Linsen oftmals ein besseres Bild. Zur Okularberatung sollte man sich an erfahrene Beobachter vor Ort, in Internetforen oder an einen Händler wenden. Okulare sind wie auch Teleskope in derart unterschiedlicher Qualität zu bekommen das man sich gut informieren sollte, die einfachsten brauchbaren kosten unter 20€ die besten fast 1000€. Gute Okulare verbessern aber in den allermeisten Fällen den Gesamteindruck doch um einiges und so kann die Anschaffung von Okularen die dann zusammen ein mehrfaches des Teleskoppreises ausmachen trotzdem sinnvoll sein, denn diese kann man ein Leben lang an den unterschiedlichsten Teleskopen die da kommen mögen verwenden.

Siehe auch Okularauszug

Artikel zum Thema Okulare von Sven Wienstein (www.svenwienstein.de)

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Okularauszug (kurz: OAZ)

Der OAZ ist der Teil des Teleskops in den die Okulare eingesetzt werden durch die beobachtet wird. Bei Refraktoren und katadioptrischen Reflektoren befindet er sich am hinteren Tubusende und wird meist durch einen Zenitspiegel oder -prisma ergänzt. Beim Spiegelteleskop befindet er sich an der Seite in der Nähe der Öffnung. Okularauszüge gibt es in unterschiedlichen Größen (Steckmaßen). Früher verbreitet und heute noch bei Billigangeboten zu sehen sind 0,96" Auszüge, diese sind allerdings heutzutage überholt und bieten praktisch keine Möglichkeit ohne Umbau gängiges Zubehör zu verwenden. Das heute übliche Mindestmaß ist 1,25" viele Okulare, Barlowlinsen, Zenitspiegel und -prismen, sowie Filter sind in diesem Maß erhältlich. Größere Teleskope bieten einen 2" OAZ der mehr tatsächliches Feld am Himmel bietet mit entsprechenden 2" Okularen, diese Okularauszüge bieten meist die Möglichkeit zur Reduzierung auf 1,25" um auch diese Okulare nutzen zu können. Es gibt auch noch größere OAZs die aber eher selten und nur bei sehr großen Geräten anzutreffen sind.

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OTA

Optical Tube Assembly. Dieses Kürzel deutet darauf hin, das ein Teleskop ohne Montierung sondern nur der Tubus mit Rohrschellen verkauft wird.

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P

Parallaktische Montierung

Eine parallaktische oder auch Deutsche Montierung kann wenn sie korrekt zum Himmelsnordpol ausgerichtet ist die Erdbewegung und damit dem Lauf der Sterne durch nur eine Achse nachgeführt werden. Die beiden Achsen dieser Montierungsart nennen sich Rektazensionsachse (Stundenachse) und Deklinationsachse. Die Rektazensionsachse wird auf den Himmelsnordpol der ganz in der Nähe des Sterns Polaris (Polarstern) liegt.

Sieh auch Artikel 'Die Montierung - Aufbau & Ausrichten'

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Peilsucher

Ein Peilsucher kann m.E. einen optischen Sucher ersetzten. Im Gegensatz zu optischen Suchern wird hier nicht vergrößert sondern lediglich ein roter Punkt oder Kreise auf eine Mattscheibe projeziert und man so einen bestimmten Punkt am Himmel anpeilen kann. Peilsucher gibt es von unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Ausführungen die mit einfachen Leuchtpunktsuchern für unter 20€ bis zu Peilsuchern mit Zielkreisen, Intervallschaltung und anderen Finessen reichen die es für um die 50€ gibt (wie immer gibt es auch teurere).

siehe auch der Artikel 'Objekte auffinden'

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Plössel

Okulartyp. Diese Okulare sind i.d.R. recht günstig zu erwerben und stellen schon eine Verbesserung zu den meist einfacheren Okularen die bei günstigen Einsteigergeräten dabei sind.

Siehe auch Okulare

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Polsucher

Siehe Polaris

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Polaris (Polarstern)

Polaris, oder auch Alpha UMi ist ein Stern 2. Größe und wird landläufig auch Polarstern genannt. Er steht weniger als 1° vom wahren Himmelsnordpol entfernt, deshalb dient er als Orientierungshilfe und erleichtert das Ausrichten einer parallaktischen Montierung. Viele Montierungen bieten (nachrüstbar) die Möglichkeit durch einen Polsucher Polaris exakt so einzustellen, dass die Montierung auf den Himmelsnordpol ausgerichtet ist.

Siehe parallaktische Montierung

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PST

Ein spezielles Sonnenteleskop von Coronado mit dem sich die Sonne im H-Alpha Licht beobachten lässt.

Siehe auch Sonnenbeobachtung

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Q

Quickfinder

Der Rigel Quickfinder ist ein Peilsucher der zwei Zielkreise mit 0,5° und 1° Durchmesser bietet, sowie Intervall-Blinkschaltung. Er sieht nicht sehr ästhetisch aus, aber im Gegensatz zum alternativen Telrad-Finder ist er leichter, taut nicht so schnell zu und hat serienmäßig schon die Intervallschaltung.

siehe auch Peilsucher

siehe auch der Artikel 'Objekte auffinden'

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R

Reflektor

siehe Spiegelteleskop

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Refraktion

Bedeutet nichts anderes als Lichtbrechung, nach diesem Prinzip arbeiten Linsenteleskope. Unter atmosphärischer Refraktion versteht man die Lichtbrechung durch die Atmosphäre durch sie erscheinen horizontnahe Sterne aber auch die Sonne höher als ihre tatsächliche Position, sie werden 'angehoben'

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Refraktor

Linsenteleskop

siehe auch Achromat und Apochromat sowie der Artikel 'optische Theorie'

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Rektazensionsachse

Auch Stundenachse genannt

siehe Parallaktische Montierung

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Richfielder

Als Richfielder bezeichnet man Teleskope mit denen große Felder bei kleinen Vergrößerungen realisierbar sind. So kann man mit einem Teleskop kurzer Brennweite einfacher kleine Vergrößerungen erreichen, der Einsatz von 2" Okularen erlaubt ebenfalls nochmal größere Felder am Himmel zu überblicken.

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Rockerbox

Eine einfache aber stabile Montierung die aus einer drehbaren Holzkiste besteht in die ein Spiegelteleskop gehängt wird.

siehe auch Dobson

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S

Selbstbau

siehe auch ATM

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Schmalbandfilter

siehe UHC Filter

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Schmidt-Cassegrain Teleskope (SCT)

Das Schmidt-Cassegrain Teleskop ist ein Linsenteleskop, das vor der Öffnung noch eine Korrektorplatte hat das optische Fehler ausgleichen soll. An dieser Korrektorplatte ist der Fangspiegel befestigt, der das Licht nicht wie beim einfachen Newton seitlich zum OAZ lenkt sondern durch ein Loch im Hauptspiegel leitet. Dadurch kommt bei kurzer Baulänge eine lange Brennweite zustande. Diese Teleskope sind relativ teuer und häufig in Gotogabelmontierungen erhältlich.

Siehe auch Artikel 'optische Theorie'

Siehe auch Katadioptrische Teleskope

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Sonnenbeobachtung

Die Sonne ist nicht nur der Lebensspender Nummer Eins sondern auch der nächste Stern und der einzige den wir als flächiges Objekt wahrnehmen können, sie nimmt am Himmel in etwa die selbe Fläche ein wie der Mond.

Sonnenbeobachtung ohne Schutzmaßnahmen sind hochgefährlich und kosten innerhalb von Sekundenbruchteilen das Augenlicht! Da macht es auch keinen Unterschied ob man die Sonne mit einem Teleskop oder einem kleinen Fernglas betrachtet.

Okularsonnenfilter gehören direkt in die Mülltonne. Sie sollen in das Okular geschraubt werden, aber sie halten die immense Wärme der vom Objektiv gebündelten Sonnenstrahlen nur kurze Zeit aus und können dann platzen oder schmelzen! Leider sind sie unverständlicherweise immer noch hin und wieder bei Teleskopangeboten zu finden.

Eine einfache, günstige und sichere Methode die Sonne zu beobachten ist einen Sonnenfilter mit der visuellen Baader AstroSolar Folie herzustellen, ein Din-A4 Blatt kostet etwa 20€. Im Weißlicht kann man so auch mit kleineren Teleskopen schön Sonnenflecken auf der Oberfläche der Sonne beobachten und bei entsprechender Qualität und Bedingungen auch Fackelgebiet sowie die Granulation der Sonne bei hohen Vergrößerungen.

Eine andere Art der Weißlichtbeobachtung ist die Verwendung eines so genannten Herschelkeils der allerdings nur an Refraktoren einsetzbar ist, dabei wird durch Reflektion nur etwa 4% des ankommenden Lichts in Richtung Okular weitergeleitet während 96% der Strahlung verloren gehen.

Eine weitere Möglichkeit die Sonne sicher zu beobachten ist die Sonnenprojektion, dazu wird einfach ein Blatt Papier oder ein Projektionsschirm in etwa 30cm Entfernung vom Okular aufgespannt und das Bild der Sonne darauf projeziert, ganz ungefährlich ist diese Art der Sonnebeobachtung aber auch nicht, da kein Sonnenschutz vor dem Objektiv ist und Unbedarfte so einen Blick durch das Teleskop riskieren könnten.

Eine andere und besonders reizvolle Art die Sonne zu beobachten ist im H-Alpha Licht. Ein H-Alpha Filter bzw. Teleskop lässt nur das Licht in einem sehr schmalen Bereich, dem des ionisierten Wasserstoffs passieren. Die Sonne erscheint im H-Alpha Licht in Rottönen mit vielen feinen Filiamenten auf der Oberfläche und Protuberanzen, die innerhalb weniger Stunden huntertausende Kilometer weit von der Sonnenoberfläche emporschiessen können. H-Alpha Filter sind leider ausgesprochen teuer, einige Tausend Euro muss man für sie auf den Tisch legen, doch gibt es auch fertige Sonnenteleskope welche die H-Alphabeobachtung erlauben. Auch hier liegen die Preise mit einer Ausnahme im vierstelligen Bereich. Für etwas mehr als 600€ bekommt man jedoch das PST von Coronado (Personal Solar Telescope) ein H-Alpha Teleskop mit 40mm Öffnung. Daneben gibt es noch das Ca-K PST, dass die Sonne im lila Licht der Kalzium-K Linie darstellt, sie eignen sich aber vornehmlich für die Fotografie.

Siehe 'Selbstbau Sonnenfiler' (mit abeschreckenden Beispielen wie man es nicht macht)

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Spechteln (ugs.)

Der umgangsprachliche Begriff für das Beobachten des Nachthimmels mit dem Teleskop :)

Ursprünglich bezeichnet man damit im alpenländischen das nächtliche Beobachten fremder Schlafzimmer...

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Spektiv

Ein Spektiv ist mehr als nur ein halbes Fernglas. Meist sind es kleine Linsenteleskope mit Öffnungen zwischen 30 und 80mm (es gibt auch Maksutov-Spektive) und eignen sich insbesondere für die Erdbeobachtung (aufrechtstehendes, seitenrichtiges Bild sowie 45° Einblick). Bessere Exemplare haben die Möglichkeit verschiedene Okulare zu verwenden. Sie sind leicht genug um auf ein einfaches Fotostativ montiert zu werden und auch astronomisch kann man einige Exemplare schon gut nutzen.

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Spiegelteleskop

Das Spiegelteleskop arbeitet in seiner Urform ausschliesslich mit Spiegeln anstelle von Linsen, als Erfinder dieses Teleskopdesigns gilt der berühmte Physiker Isaac Newton. Spiegelteleskope sind in der Regel bei gleicher Öffnung wesentlich günstiger herzustellen als Linsenteleskope weshalb man sie insbesondere mit größeren Öffnungen oftmals antrifft. Es gibt viele Sonderformen des Spiegelteleskops, so die katadoiptrischen Teleskope die neben Spiegeln auch noch Linsen im Strahlengang haben.

Siehe auch Katadiopter, Schmidt-Cassegrain, Maksutov, sowie der Artikel 'optische Theorie'

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Spiegelreflexkamera (SLR = Single Lens Reflex)

Kameratyp der häufig für die langbelichtete Astrofotografie eingesetzt wird, früher mit chemischem Film heute meist digital (eine der beliebtesten die Canon EOS 350d).

Siehe Astrofotografie

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Stacken

to stack - engl. stapeln o. sammeln. Damit bezeichnet man das Aufaddiern bzw. Mitteln von Bildern. Bei einem Webcamvideo eines Planeten werden so zum Beispiel zunächst die besten Einzelbilder des Clips herausgesucht und ein Programm wie bspw. Giotto mittelt alle Einzelbilder, dadurch kommen Details zum Vorschein die auf keinem Einzelbild sichtbar waren, das Rauschen und Artefakte der Webcamaufnahme werden minimiert. Auch bei langzeitbelichteten Fotos werden die Bilder gemittelt und aufaddiert um Rauschen zu unerdrücken und feinere Details zum Vorschein kommen zu lassen.

Siehe Astrofotografie

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Strehl

Dr. Karl Strehl 1864-1940 war Optiktheoretiker und beschäftigte sich mit der Prüfung von Teleskopoptiken. Der Strehlwert gibt an in welchem Verhältnis die Maximalhelligkeit des zentralen Beugunsscheibchens zum theoretisch Erreichbaren mit einer perfekten Optik ohne jegliche Fehler. Um so näher der Strehlwert an 1,0 liegt desto "perfekter" ist die Optik, nach vielen Aussagen aus der Praxis fallen die letzten Prozentpunkte aber wegen der sich ständig ändernden Umweltbedingungen nicht mehr in der Praxis auf, auch wenn gerne mit hohen Strehlwerten geprahlt wird. Als beugungsbegrenzt gilt eine Optik wenn sie einen Strehlwert von mindestens 0,8 erreicht, solche Optiken werden nicht mehr durch Fehler der Optik in ihrer Abbildungsqualität begrenzt. Viele Händler geben die Möglichkeit sich diese Beugungsbegrenztheit zusichern zu lassen beim Kauf eines Teleskops.

Siehe Plössel Okulare

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Superplössel

Etwas irre führender Name unter dem Plösselokulare verkauft werden, meist besteht kein Unterschied zu Plösselokularen.

Siehe Plössel Okulare

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Skywatcher

Teleskop und Zubehörhersteller, eigentlich Synta, Celestron gehört ebenfalls zu diesem Unternehmen.

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Stativ

Ein Stativ oder auch Dreibein trägt die Montierung auf der das Teleskop sitzt. Gängige Stative sind aus Aluminim, (Edel)Stahl oder auch Holz. Ein gutes Stativ kann zusätzliche Stabilität bringen. Bei Refraktoren muss das Stativ meist weit ausgefahren werden um einen angenehmen Einblick zu ermöglichen beim Spiegelteleskop kann man meist darauf verzichten, was man auch tun sollte, da so mehr Stabilität erreicht wird.

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Sternzeichen

Oder auch Tierkreiszeichen ist ein Begriff aus der Astrologie und kein gern gehörter Begriff in der wissenschaftlich geprägten Astronomie. Die zwölf Sternbilder (wegen der Präzession inzwischen sogar 13 was die gesamte Astrologie ein weiters Mal als Humbug entlarvt) die sich an der Ekliptik befinden werden so genannt. Das Sternzeichen in dem man geboren ist bezeichnet jenes in welchem sich die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt befindet.

siehe Sternbild

siehe Astrolgie

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Sternbild

Als Sternbild bezeichnet man Bereiche am Himmel die teils im Altertum teils auch erst in der Neuzeit Figuren zugeordnet bekamen, die Antiken meist der Mythologie entlehnt. Es gibt 88 von der IAU (Internationale Astronomische Union) festgelegte Sternbilder mit festen Sternbildgrenzen. Verwirrender Weise sind einige Sternbilder in der Literatur unterschiedlich dargestellt, die Grenzen sind aber verbindlich.

siehe Artikel "Sternbilder - Orientierung am Himmel"

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Synta

Teleskop und Zubehörhersteller, unter dem Namen Celestron und Skywatcher am Markt

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T

Teleskoptreffen (kurz: TT)

In Deutschland und dem benachbarten Ausland gibt es eine Vielzahl an jährlichen Teleskoptreffen bei denen sich viele gleichgesinnte unter möglichst guten Himmel für einige Tage bzw. Nächte zum gemeinsamen Beobachten und Erfahrungsaustausch treffen.

Eine Liste der wichtigsten Treffen unter www.teleskoptreffen.info

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Telrad

Der Telrad-Finder ist ein Leuchtpunktsucher der Zielkreise mit 0,5° 1° und 2° projeziert. Er kostet um die 50€ und ist sehr beliebt wegen seiner niedrigen Bauweise und weil es inzwischen ganze Kartenwerke mit den Telradkreisen zum leichten Auffinden von Objekten gibt.

siehe auch Peilsucher

siehe auch der Artikel 'Objekte auffinden'

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TMB

Teleskop und Zubehörhersteller, Thomas M. Back. Inzwischen mit die besten apochromatischen Teleskope am Markt, Öffnungen zwischen 80mm und 530mm, Preise zwischen 1200 und 250000€

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Tubus

Der Tubus bezeichnet den eigentlichen "Teleskopkörper" an dessen oberen Ende sich die Linse bzw. an dessen unteren Ende sich der Spiegel befindet. Das Auskleiden des Tubus mit Veloursfolie erhöht den Kontrast.

siehe auch Velours

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U

UHC Filter

UHC bedeutet Ultra High Contrast. Der UHC Filter ist ein so genannter Schmalbandfilter und lässt nur bestimmte Lichtspektren passieren und erhöhen somit den Kontrast an bestimmten Deepsky Objekten. Namentlich werden die Spektren von H-Beta und OIII durchgelassen in denen die meisten planetaren und Emissionsnebel besonders hell leuchten, der Rest des Spektrums wird somit abgedunkelt und mit ihm auch vorhandenes Streulicht von künstlicher Beleuchtung aber auch das Licht von Sternen, der Anblick erscheint sternärmer aber die Nebel bekommen mehr Kontrast und lassen sich besser beobachten.

siehe OIII Filter

siehe Artikel der Deepsky Brothers zum Thema Nebelfilter

siehe Artikel von Sven Wienstein zum Thema Nebelfilter

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Ultraweitwinkel (UWA = Ultra Wide Angle)

Okulare mit einem besonders großen scheinbaren Gesichtsfeld

Siehe Okulare

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V

Velours

Eine sehr einfache und zugleich günstige Möglichkeit sein Teleskop aufzuwerten ist es den Tubus des Instruments mit sogenannter selbstrlebender Veloursfolie auszukleiden. Diese Folie ist von verschiedenen Herstellern (z.B. DC-Fix) in Baumärkten für ein paar Euro zu bekommen und sorgt für eine gute Schwärzung die Streulicht und Reflexen entgegenwirkt. Vor dem Einkleben sollte die Folie aber längere Zeit mit einem Fusselroller bearbeitet werden damit nicht allzuviele "Häärchen" Linse oder Spiegel vollfusseln.

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Vixen

Japnaischer Hersteller von Teleskopen und Zubehör, u.a. der legendären GP Montierung

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W

Webcam

Siehe Astrofotografie

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Weitwinkel (kurz WW)

Okulare mit großem scheinbaren Gesichtfeld.

Siehe Okulare

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X

Y

Z

Zenit

So wird der Punkt genau über uns in maximaler Höhe genannte also in einer Höhe von 90°. Dort hat das Licht den kürzesten Weg durch die Atmosphäre so das zenitnahe Objekte meist besser zu beobachten sind weil der Himmel dort besser ist und auch das Seeing weniger durchschlägt als in niedrigeren Bereichen wo einfach "mehr" Atmosphäre zwischen dem Beobachter und dem Objekt ist.

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Zenitspiegel & Zenitprisma

An Refraktoren und einigen katadiotrischen Reflektoren wird gern ein Zenitspiegel oder Zenitprisma verwendet um eine angnehmere Anblickposition zu erhalten. Beim Zenitspiegel wird das vom Objektiv kommende Lichte um 90° abgelenkt, beim Zenitprisma darüber hinaus nochmals gebrochen um ein aufrechtstehendes Bild zu erhalten, letzteres kostet allerdings etwas Licht. Es gibt sie auch mit 45° Winkel, meist eingesetzt für die Erd-, Naturbeobachtung.

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Zeiss (Carl Zeiss Jena)

Bekannter Teleskop und Zubehörhersteller, hat sich vor einigen Jahren aus dem Amateurmarkt zurückgezogen, für die qualitativ meist sehr hochwertigen Instrumente werden heutzutage im wahrsten Sinne des Wortes astronomische Liebhaberpreise bezahlt.

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Zodiak

Als Zodiak bezeichnet man den Tierkreis, den Bereich von 20° um die Ekliptik die den Tierkreis mittig teilt. Das von diesem Begriff abgeleitete Zodiakallicht kann bei sehr guten Bedingungen nach Sonnenuntergang entlang der Ekliptik beobachtet werden. Hier streut sich das Sonnenlicht an kleinen Staub und Gaspartikeln welche die Sonne als schwache und dünne Scheibe in genau der Ebene umgibt in der auch die Planeten um die Sonne kreisen.

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Zodiakallicht

siehe Zodiak

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