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Datum: 15. Juli 2010

Ort: Hochtaunus
23:00 bis 2:00
GG: ~5m5
Wetter: dunstig
12 ° C

10x50 20x80

Fast 12 Wochen Abstinenz - ein trauriger Rekord... Um so mehr riss mich der Sternenhimmel, wenngleich indiskutabel mies im vergleich mit den zahlreichen vergangenen Nächten, in seinen Bann. Mit Jan und leichtestem Gepäck in Form von ein paar seiner Ferngläser konnte ich mir beweisen, dass man im Endeffekt doch nichts verlernt ;)

Nach 23 Uhr Richtung Westen...

Die Objekte waren grösstenteils dem Instrumentarium angepasst und ich war fasziniert vom Anblick insbesondere im grösseren 20x80, h+x trotz tiefem Stand im Dunst ein erhebender Anblick, der Nordamerikanebel, der zwar erheblich unter dem schlechten Himmel litt aber dennoch in allen Optiken klar identifizierbar. Hier hat mich dann die Knochenhand bzw. der Cirruskomplex insgesamt überrascht, der trotz Himmel und fehlendem Filter nicht nur zu erahnen war sondern tatsächlich gut seine Form zeigte.

Highlight war sicher auch der aktuelle Komet im Perseus, der in allen Ferngläsern als Kern mit Koma neben einem ähnlich hellen Stern zu sehen war. Mich zog es dann trotz fehlender Öffnung zu meinen Lieblingen, den Galaxien. M81/82 waren schnell gefunden und erstaunlich gut im 10x50 und natürlich im 20x80 zu beobachten. Auch M51, die Walgalaxie und natürlich M31 nebst Begleitern waren noch leichte Beute.

M51 fest im Blick

Wir schauten noch bei diversen Sternhaufen vorbei, wie NGC 457, NGC 7789, CR399 (Jan überraschte mich noch mit seinem kleinen Bruder dem "Little Coathanger" - ein Asterismus.) aber auch die Kugelsternhaufen M13 und M14 (OPH). Wir tauchten sogar nochmal in die stark versiffte südliche Sommermilchstrasse und wurden trotzdem mit einem ansehnlichen M16 und M17 belohnt! Allerleckerst bildete M27 den Abschluss, der im 20x80 nicht schlechter als in kleineren Teleskopen und richtig hantelig daher kam. Gegen 2 Uhr begann es schon wieder bemerkbar aufzuhellen und der Dunst war in höhere Bereiche gestiegen, diese Nacht war einfach bitter nötig...