Impressum - Über Mich - News & Updates

Startseite - Beobachtungsberichte - Zeichnungen - Teleskoprechner - Artikel - Selbstbau - Equipment - Links

 

Datum: 04. Januar 2010

Ort: Taunus
20:00 bis 22:00 (aber ab 21:15 grösstenteils dicht...)
GG: keine Ahunng, dümpelte sicher um die 5m6 herum mehr nicht
Wetter: hoher Dunst, später aufziehende Zirren über den gesamten Himmel
Gediegene -14° C

Aber wir hatten ihn, den kleinen Riss über Deutschland der sich schmal von West nach Ost zog, also endlich mal alle Ausreden beiseite geräumt und ins Auto, die letzten 300m waren lustig aber kein grosses Problem, der Schnee lag glitzernd vor mir und wenn nicht schon Jan, Andreas, Horia und Thomas vorgefahren wären hätte ich den Feldweg nicht mehr ausgemacht.

Der Aufbau war durch das kleine Gepäck (4" f/5 Richfielder) während der ersten Zigarette erledigt, der Himmel war keinesfalls richtig gut aber dennoch nach der langen (ich schreibe immer "lang" aber diesmal stimmts!) Pause eine echt Wohltat und wusste trotzdem zu beeindrucken. Die Montierung wurde zwar ausgerichtet, aber nach 20min konsequent in den Alt-Az Modus umgelegt.



Da der Himmel mir nur ein Stündchen Zeit lies, und die Okus doch immer wieder beschlagen wollten, gab es natürlich nicht die Latte an Objekten, aber schön die alten Bekannten endlich mal wieder live vor Augen zu haben, so stand M42 zwar noch teilweise im Dunst aber haute mich trotzdem immer wieder von den Socken mit seinen weitausgreifenden Ausläufern und dem knackigen Trapez. Am besten empfand ich ihn da im 14mm Speers (36x). Dann gings zu den Plejaden, die ich wohl nicht nochmal beschreiben muss... nach zweimaligen Gegencheck mit anderen Sternen konnte ich auch die hellsten Nebelschleier als solche und nicht als Tau identifizieren.



Horias gerade erst fertig gewordener 12er zeigte mir einen leider etwas zugetauten Mars, der Dob ist ihm aber m.M. nach richtig gut gelungen was die Mechanik angeht, lässt sich butterweich und stabil schwenken.



Auch bei Thomas gab es neues zu bestaunen, ein 4" ED Bino mit 45° Einblick, bestückt mit 19mm Panoptics auf M42 ... ohne Worte!!

Durch Andreas Dob schaute ich leider auch nur kurz (einer der M-Haufen im Fuhrmann), die Abbildung war tadellos und auch der Martini lässt sich hervorragend bewegen.

Wir merkten doch die etwas knackigeren Temperaturen, wenngleich dick eingepackt und mit einem Liter Heissgetränk gesegnet zog es doch etwas durch die zwei Paar Socken und die Thermostiefel Jan sah das aber etwas lockerer und haute sich gemütlich in seinen Liegestuhl als wäre es August ^^ Ich durfte es dann selbst auch mal ausprobieren (nebst seinem neuen 10x50 Glas!) und muss sagen, durchaus tauglich, man merkt auf jeden Fall schon mal den Unterschied zum üblichen Freihandgucken. M31, 33 und hx fielen mir damit zum Opfer, leider auch hier schlug der Tau zu, der sich schneller als man gucken konnte in einen Eispanzer verwandelte...



Als dann nach 21 Uhr der Himmel immer weiter mit Cirren zuzog, so dass auch im Zenit nichts mehr zu holen war, gaben wir uns noch ein küüüühles Stand-in bevor wir dann nach 22 Uhr unserer Wege zogen - keine lange Nacht, kein Ausnahmehimmel, aber dennoch tiefe Genugtuung den Himmel mal wieder genossen zu haben.